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### Erholung, Impfungen und Unsicherheiten
- Gestützt durch allmählich steigende Impfquoten und höhere Mobilität wird der Aufschwung in Europa immer robuster.
- Eine sehr entgegenkommende makroökonomische Politik und Corona-Hilfsprogramme haben den Weg für den Aufschwung geebnet, indem Arbeitsplätze gesichert und Bilanzen im Privatsektor geschützt wurden.
- Die Unsicherheiten bleiben hoch, insbesondere wegen der Gefahr neuer Ansteckungswellen und neuer Virusvarianten angesichts der unterschiedlichen Impfquoten in den Ländern.
- Empfehlung: Die Impfzahlen – insbesondere in den aufstrebenden Volkswirtschaften Europas – müssen weiter gesteigert und die internationalen Bemühungen für einen schnelleren weltweiten Zugang zu Impfstoffen massiv unterstützt werden.

### Wachstumsaussichten und Risiken
- Prognosen zufolge liegt das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften Europas 2021 bei 5,2 Prozent.
- Prognosen zufolge liegt das Wachstum in den aufstrebenden Volkswirtschaften Europas 2021 bei 6 Prozent.
- Diese Projektionen liegen 0,3 bzw. 1,1 Prozentpunkte höher als im World Economic Outlook Update vom Juli 2021.
- Die Erholung verfestigt sich 2022 mit prognostiziertem Wachstum von 4,4 Prozent in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften Europas.
- Die Erholung verfestigt sich 2022 mit prognostiziertem Wachstum von 3,6 Prozent in den aufstrebenden Volkswirtschaften Europas.
- Risiken sind überwiegend abwärts gerichtet, u. a.:
  - potenzielle Virusmutationen,
  - anhaltende Engpässe auf der Angebotsseite,
  - hohe Energiepreise.

### Fiskal- und Geldpolitik: Rückführung der Unterstützung und Übergangsregeln
- Die außerordentliche fiskalpolitische Unterstützung 2020-2021 kann zugunsten der Gestaltung einer besseren Zukunft neu ausgerichtet und zurückgeschraubt werden, um der Fiskalpolitik mehr Manövrierfähigkeit zu gewähren, während der Aufschwung weiterhin gestützt wird.
- Kapitel 2 betont die entscheidende Rolle der Unterstützungsmaßnahmen bei der Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie.
- Das Tempo, mit dem die fiskalpolitische Hilfe zurückgezogen wird, muss sorgfältig auf die jeweiligen Umstände in den einzelnen Ländern abgestimmt werden, ohne die Erholungsdynamik zu unterbrechen.
- Die Geldpolitik sollte generell deutlich expansiv bleiben, wenn die fiskalische Unterstützung zurückgezogen wird, denn es gibt nur wenige Anzeichen dafür, dass die Inflation zu einem breiten Lohndruck führt.
- In einigen aufstrebenden Volkswirtschaften Europas mit starker Wirtschaftstätigkeit und steigenden Inflationserwartungen dürfte eine allmähliche Reduzierung der lockeren Geldpolitik gerechtfertigt sein.

### Mittelfristige Strukturveränderungen des Arbeitsmarktes und Politikempfehlungen
- Kapitel 3 untersucht die Frage, inwieweit die uneinheitlichen Folgen der Krise mittelfristig zu einer bedeutenden Reallokation von Arbeitskräften in Europa führen werden.
- Die öffentliche Politik wird zunehmend strukturpolitische Veränderungen unterstützen müssen.
- Empfohlene Maßnahmen zur Unterstützung der Reallokation und Qualifikationsanpassung:
  - Befristete Investitionsanreize und Einstellungsprämien als Ergänzung zu Arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Maßnahmen.
  - Programme zur Verbesserung des Qualifikationsniveaus der Arbeitskräfte und zur schnellen Wiedereingliederung in Arbeit.
- Soziale Sicherheitsnetze und Arbeitsmarktinstitutionen müssen den Veränderungen, u. a. durch beschleunigte Automatisierung, Rechnung tragen, da diese sonst zu mehr Ungleichheit und Gefährdung des sozialen Zusammenhalts führen könnten.
- Weitere Herausforderungen für Entscheidungsträger:
  - Produktivitätssteigerung,
  - Bewältigung der Probleme im Zusammenhang mit der Alterung der Bevölkerung,
  - Schließung von Lücken in der grünen und digitalen Infrastruktur.

*Quelle: execsum*

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